La La Land

la-la-landLos Angeles – die Stadt, in der Träume wahr werden. Aber auch die Stadt, in der Oberflächlichkeit und Enttäuschungen an der Tagesordnung stehen. Und doch wollen Schauspielerin Mia und Jazz-Pianist Sebastian ihr Glück in der Traumfabrik versuchen. Nachdem sich die zwei aufstrebenden Künstler getroffen und ineinander verliebt haben, müssen sie aber schnell erkennen, dass der Erfolg seinen Preis hat.

Die Story an sich ist nichts Außergewöhnliches. Doch Regisseur Damien Chazelle hat das simple Girl-meets-Boy-Prinzip in ein kunterbuntes Musical gepackt, das sich musikalisch an den Tanzfilmen der 50er Jahre orientiert. An sich eine gute Idee, die auch größtenteils aufgeht. An manchen Stellen wirken die Tanzeinlagen allerdings ein wenig deplatziert. Ryan Gosling ist nun mal kein Fred Astaire, weder tänzerisch noch gesanglich. Und auch Emma Stone hat ihre Stärken eindeutig im Schauspielfach.

Deshalb ist La La Land auch besonders stark in den Szenen, in denen sich die beiden Hauptdarsteller wohlfühlen. In den Szenen, in denen sie ihre Emotionen durch Worte und Mimik vermitteln dürfen. Dominiert in der ersten Hälfte des Films noch die Leichtigkeit der teilweise etwas konstruierten Musical-Einlagen, kommt die Dynamik in der zweiten Hälfte durch das wunderbare Zusammenspiel von Gosling und Stone, die schon in Crazy, Stupid, Love gut harmonierten.

Wie in Whiplash stellt Damien Chazelle den Jazz in den Fokus. Muss man mögen, passt aber generell ganz gut als Kontrast zum modernen L.A.-Lifestyle. Ein paar eingängige Melodien nimmt man nach dem Abspann als Ohrwurm mit nach Hause.

Vor allem das Ende rundet den Ausflug ins La La Land grandios ab. Im Leben läuft nun mal nicht alles strikt nach Plan, und manchmal muss man eben Entscheidungen treffen. Auch wenn an mancher Stelle ein paar Minuten weniger mehr gewesen wären, ist La La Land eine wunderschöne Alternative zum gewöhnlichen Blockbuster-Einheitsbrei und eine bezaubernde Hommage an das Hollywood-Kino einer vergangenen Ära.

La La Land – Trailer

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