The Jungle Book

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Ich war wirklich skeptisch. Macht es Sinn, eine Realverfilmung eines Zeichentrick-Klassikers zu drehen, in dem fast nur wilde Tiere zu sehen sind, die noch dazu sprechen und singen? Auch der Trailer lotst einen auf eine völlig falsche Fährte. Da geht’s auf einmal düster und unheimlich zu und gar nicht so fröhlich und mit Gemütlichkeit wie im liebgewonnenen Disney-Klassiker.

Aber dann geht der Film los – und man ist mittendrin im Dschungel, in dem alles so wunderbar echt aussieht, dass man das Abenteuer förmlich live miterlebt. Die Optik ist schon mal sensationell. Trotzdem blieb noch die Frage: Ist es nicht seltsam, die Urwald-Tiere lebensecht zu animieren und sprechen zu lassen? Gar nicht! Denn irgendwie ergibt sich alles ganz natürlich, die Dialoge zwischen Mogli und seinem Wolfsrudel erscheinen als das Normalste auf der Welt und überhaupt möchte man allen Protagonisten gerne durchs flauschige Fell streicheln.

Jon Favreau ist ein wirkliches Meisterwerk gelungen, das Kinder und Erwachsene gleichermaßen in eine völlig neue Welt entführt. Die Story orientiert sich mehr an der Roman-Vorlage von Rudyard Kipling, konzentriert sich auf die Gefahren der Natur, bringt wissenswerte Informationen über die Tierwelt und beschränkt die Musikeinlagen auf die größten Hits. Obwohl ich kein Fan von 3D bin, ist The Jungle Book tatsächlich einer der wenigen Filme, bei dem die Technik einen Mehrwert hat.

Wer sich die Original-Version gönnt, kann die Hochkaräter Bill Murray als Balu, Ben Kingsley als Baghira, Christopher Walken als King Louie, Idris Elba als Shir Khan und Scarlett Johansson als Kaa erleben. Auch Neel Sethi liefert als Mogli ein sympathisches Leinwanddebüt und lässt seine Tierliebe aufs Publikum überspringen.

Ein Warnhinweis sei jedoch gegeben: Kleine Kinder sollten lieber beim Zeichentrick-Dschungelbuch bleiben, denn stellenweise ist The Jungle Book doch ziemlich gruselig. Kaa ist eine riesengroße Schlange und könnte auch im Anaconda-Horror mitspielen, King Louie hat ein bisschen was von King Kong und Shir Khan ist echt angsteinflößend. Trotzdem ist der Mix aus Abenteuer und Lehrauftrag ein wahres Vergnügen für jedermann.

Fazit: Reingehen und in den Dschungel abtauchen! Der Kinobesuch lohnt sich!

The Jungle Book – Tailer

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